WARUM EINE FLUSSWELLE BAUEN

Surfen macht Spass und ist ein anspruchsvoller, ganzheitlicher und schonender Sport in der Natur. Die Flusssurf-Sportszene in der Schweiz wächst in einem rasanten Tempo. Die Wellen in Bremgarten AG und Thun werden fleissig von Kanu- und Surfsportlern genutzt und es entstehen lange Wartezeiten. Da die bestehenden Wellen jedoch nur bei gewissen Wasserabflussmengen laufen, ist das Surfen in der Schweiz auf diesen zwei Wellen auf drei Monate im Jahr beschränkt.

Bei Hochwasser wird an verschiedenen Orten in der Schweiz gesurft. Als Trainingsmöglichkeit sind diese Wellen jedoch ungeeignet, da ein regelmässiges trainieren damit nicht möglich ist und zudem ein höheres Unfallrisiko als bei einer künstlichen Anlage besteht.

Der Verein Flusswelle Luzern verfolgt die Umsetzung einer Flusswelle um das Innerschweizer Sportangebot für Jung und Alt zu bereichern. Der Verein ist überzeugt, dass die Anziehungskraft des Surfens Jugendliche motiviert Sport zu treiben und damit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachzugehen.

WIE FLUSSWELLEN ENTSTEHEN

Flusswellen können je nach Flussbecken und Wasserstand an unterschiedlichen Stellen entstehen. Trifft schiessendes auf strömendes Wasser, kann sich bei einer geeigneten Bodengeometrie eine Welle bilden. Massgebende Parameter sind dabei der Höhenunterschied (Absturz), der Abfluss des Ober- sowie Unterwassers und die Bodengeometrie. Um eine konstant laufende Flusswelle zu erzeugen, müssen diese Parameter aufeinander abgestimmt sein, was durch bauliche Massnahmen erreicht werden kann.

GESAMTKONZEPT PROJEKT FLUSSWELLE LUZERN

Der Verein Flusswelle Luzern ist um ein ganzheitliches Projekt bemüht, das die Interessen aller beteiligten Parteien berücksichtigt. Der Bau einer Wellensportanlage setzt ein Verkehrs-, Parkplatz- sowie Abfallkonzept voraus. Sie muss naturverträglich gestaltet werden und durch ein Wegsystem erreichbar sein. Nebst der Finanzierung bilden die Bereiche Sicherheit, Haftung und Betreibung der Anlage Herausforderungen für das Projekt. Mit Parteien und Ämter wird momentan in diesen Bereichen an Lösungen gearbeitet.

STANDORT

Grundsätzlich ist das Projekt nicht an einen konkreten Standort gebunden. Es wurden verschiedene Standorte für das Projekt in Betracht gezogen und Gespräche dazu geführt. Als sehr geeigneter Standort erachten wir Zone im Bereich der Reussbrücke K65 Buchrain – Inwil im linken Vorland.

Die Hochwassersicherheit beim Wehr in Buchrain ist seit dem Hochwasser im Jahr 2005 nicht mehr gewährleistet, weshalb unabhängig vom Projekt wasserbauliche Massnahmen getroffen werden müssen.

Beim Wehr in Buchrain ist genügend Wasser vorhanden um von März bis Oktober mit 30m3/s Abfluss eine 12 Meter breite und 1.5 Meter hohe Welle zu erzeugen, ohne dass die Stromproduktion naheliegender Kraftwerke beeinflusst wird. Der benötigte Höhenunterschied ist durch das Stauwehr gewährleistet.

Auf der Wiese ist genügend Platz für eine Sportanlage mit Sanitären Anlagen und Aufenthaltsbereich vorhanden und der verkehrstechnisch gut erreichbare Standort liegt abseits von Wohnquartieren.

STAND DES PROJEKTES

Zu Beginn ging es der Projektgruppe Flusswelle Luzern darum, Informationen rund um den Bau von Flusswellen zu beschaffen und diese aufzuarbeiten. Im 2013 wurden zahlreiche Standorte besichtigt und Grobkonzepte für die Planung eines Wellenanlagebaus entwickelt. Detaillierte Konzepte und Machbarkeitsstudien für den favorisierten Standort in Buchrain sind in diesem Jahr geplant. Bisher wurde an der Hochschule Luzern eine erste technische Studie und an der Universität Luzern eine Akzeptanzstudie zu einer Flusswelle für den projektierten Standort durchgeführt.